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72 Stunden in der Karibik: 1 Tag auf St. Maarten (!) / SXM



 
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dennis
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Anmeldungsdatum: 29.05.2007
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 31.10.2008, 21:07    Titel: 72 Stunden in der Karibik: 1 Tag auf St. Maarten (!) / SXM Antworten mit Zitat

Moin Moin zusammen,

als ich das erste Mal ein Foto von St. Maarten sah, wie ein Flugzeug fast in „Greifhöhe“ über einen Strand düst dachte ich zuerst an eine Fotomontage. Als ich dann aber immer mehr Bilder davon fand wusste ich, dass es diesen Strand tatsächlich gibt und ich wusste ausserdem - hier will und werde ich irgendwann einmal landen. Das einzige was mich jedoch davon abgeschreckt hat sofort einen Flug zu buchen, war der Preis. Günstig ist SXM nämlich leider nicht zu haben, zumindest nicht von Europa aus.

Die Jahre vergingen und und es blieb ein Wunsch. Doch irgendwann wollte ich nicht mehr warten. Der passende Zeitpunkt war im Frühjahr 2008 mit schwachem Dollar gekommen und ich buchte meinen Trip in die Karibik – nach St. Maarten - dem Strand für alle Flugzeugfreunde.

SXM war ein Ziel meiner USA/Karibik Rundreise, von Boston, Miami und New York konntet ihr hier meinen Bericht bereits lesen und Santo Domingo ist hier auch bereits online.

Los ging es am 25.10.2008 von Puerto Rico (SJU) aus, wo ich gerade erst aus Santo Domingo ankam. Ich nutze SJU also erstmal nur zum Umsteigen, da mein Direktflug SQD-SXM im Vorfeld gestrichen wurde.

Flug SJU-SXM, AA5072
Flugzeug: ATR72
Reg.: N431AT




Hier steht sie, die ATR72 die die Ehre haben wird, mich nach SXM zu bringen. Winken




Take-off SJU.






Wir flogen 55 Minuten und überquerten ein paar kleinere Inseln der Karibik.




Leider sass ich auf der falschen Seite, um beim Anflug die Startbahn zu sehen. Schade.

Dieser Strand sollte fast jedem bekannt sein. Smilie




Es ist vollbracht. Gelandet auf SXM!












Die Insel ist in zwei Teile geteilt, der nördliche Teil zählt zu Frankreich und der südliche -wo auch der Flughafen liegt- zählt zu den Niederlanden. Somit ist St. Maarten ein Teil der EU, genauer gesagt der westlichste Teil der EU. Im französischen Handynetz galt zudem der EU Tarif, dass heisst ich konnte für 0,54 Euro nach Deutschland telefonieren und ankommende Gespräche kosteten gerade mal 0,26 Euro pro Minute. So zumindest die SMS die ich bekam. Zur Ankunft muss man eine Einreisekarte ausfüllen und diese am Einreiseschalter abgeben. Als EU Bürger hatte ich natürlich keine Schwierigkeiten bei der Einreise, es machte „klack“ und ein weiterer Stempel war in meinem Pass.

Meinen erster Gang führte mich zum Mietwagenschalter um den Wagen abzuholen. Den Wagen hatte ich über Alamo gebucht, nur war der Schalter im Ankunftsbereich nicht besetzt. Freundlich rief ein Mitarbeiter des Wettbewerbs bei Alamo „Jimmy“ an, der nach 15 Minuten auch da war, um mich abzuholen. Auf dem Voucher stand kein Preis, was ihn irritierte und ich sollte den Wagen und die Taxes bei ihm noch einmal bezahlen. Es war mal wieder an der Zeit eine kleine Diskussion zu führen, die so ausging, dass ich den Wagen nicht noch einmal bezahlen musste.

Er fuhr mit mir zu der Aussenstation von Alamo, die etwa 5 Minuten mit dem Auto entfernt war. Das ganze sah sehr nach einem Ein-Mann Betrieb aus und die Wagen die auf dem Hof standen, hatten ihre besten Zeiten schon gehabt.

Aber es war egal, ich war auf SXM. Ich setzte mich gleich in den Wagen und fuhr in der Hitze los. Glücklicherweise hatte der Wagen eine Klimaanlage, denn sonst hätte man es wahrscheinlich kaum ausgehalten. Ich legte einen kurzen Stopp beim goldenen M ein und fuhr anschliessend sofort zum Maho Beach – so heisst der Strand.






Wow, ich komme dem Ziel näher.








Es war 13:43 Uhr Ortszeit, ein paar Flieger habe ich also schon verpasst. Zumindest laut dem Surfbrett hier:




Ist das nicht ein toller Strand?




Ooooooooh, erst 6 Minuten da und …... da kommt was!




Man war ich aufgeregt, die erste Maschine die ich landen sah und gleich eine AF A340!

Erwischt!




Das Gefühl war irgendwie total abgefahren, ich kannte den Strand von zahlreichen Fotos, Berichten und Youtube Videos und jetzt war ich selbst da und habe als erste Maschine eine A340 landen sehen. Es war Wahnsinn.

Ist dieses Schild wegen dem Jetblast so schief ?




Auf SXM landen alle Maschinen immer von süd-osten – also auf der Strandseite, da im nord-westen hohe Berge sind. Deswegen ist ein Durchstarten auch nahezu unmöglich und nach dem Start fliegen alle Maschinen sofort eine scharfe Rechts- oder Linkskurve.

Zum Ende der Landebahn ausgerollt, wird gedreht und zum Terminal gerollt.




Weiter geht’s mit ein paar kleinen.








Eine 737-700 von Westjet rollte nun zur Startbahn.






Wenn ihr die Maschine so seht – LAUFT!




Ich stand eigentlich nur am Zaun um das Bild zu machen, was nun passierte hätte ich so nicht erwartet. Die 737 startete und ich stand mitten im Jetblast, fast keine Zeit mehr mich wenigstens noch umzudrehen. Es war unglaublich was da für Kräfte zu spüren waren und was alles an mir lang und gegen mich flog. Wirklich Wahnsinn und absolut unbeschreiblich. Es gab glaub ich keine Stelle an meinem Körper wo keine Sandkörner klebten.

Kleinere Maschinen landen ziemlich viele auf der Insel,






aber alle warten auf größeres Fluggerät.




Wie auf diese A320 von Jetblue.






Cool! Honey, kommst du das nächste Mal mit? Smilie




Wenn einem zu heiß wird – und es war ziemlich heiß, kann man in der Strandbar super den Schatten geniessen. Durch den Hurricane Omar, der gerade erst über die Insel gefegt ist, war die Bar jedoch teilweise in Renovierung. Auch andere Teile der Insel wurden stark getroffen und man sah immer mal wieder einige Schäden die er hinterlassen hat.




AA 757 final approach.




Von dieser Landung habe ich ein Video gemacht, welches ich euch später nachliefern werde.




Der Zaun ist zur Zeit etwas „unsicher“ und wird gerade neu aufgebaut. Ist hier etwa ein Flugzeug zu tief rein gekommen und hat den Zaun beim landen mitgenommen? Das könnte man denken, denn von der Position her passt das sehr gut. Ich sprach am nächsten Tag einen Bauarbeiter darauf an, der mit reparieren beschäftigt war an und er sagte mir, dass das der Hurricane gewesen war. Ah ja.




Mittlerweile ist schon recht viel Betrieb am Flughafen und die 757 der US Airways wird gerade zurückgepusht.




Man(n) wartet...




… auf den Start der 757,




die zuvor noch etwas kleines vorlassen musste,




bevor es los ging.




Da ich noch ganz genau wusste was für Kräfte frei werden, bin ich extra gaaanz weit nach links gegangen, damit ich vom Jetblast nichts mitbekomme. Ganz anderes jedoch ein Ammi - er sagte es sei verrückt aber geil. Er muss einfach im Jetblast stehen wenn er schon mal hier sei. Viel Spass. Smilie

Ich stand trotzdem noch nicht genug weit weg und bekam mal wieder eine ordentliche Portion Hitze und Sand ab. Davon gibt es auch ein Video, welches ich euch natürlich nachliefern werde.

Es reichte erstmal (es kam nichts grosses mehr) und ich hab mich auf zum Hotel gemacht, den Start der Spirit konnte ich aber auch noch sehen.




Das Hotel war nur 2 km vom Flughafen entfernt und die Fahrt dort hin war schon einmal sehr schön.






Als ich beim Hotel ankam war ich sehr beeindruckt. Ich buchte für die eine Nacht den Rainbow Beach Club und hier mein „Zimmer“.












Man Man, das war doch mal ein Zimmer. Sogar eine eigene Waschmaschine und einen Trockner hatte ich. Schade nur, dass ich nicht länger bleiben konnte.

Als ich im Bad in den Spiegel guckte, sah ich die Auswirkungen vom Jetblast. Oh man, ich sah aus wie ein Heckenpenner und hatte das ganze Gesicht voller Sandkörner. Kein Wunder dass die Dame an der Rezeption ein Deposit von 200 USD von mir haben wollte. Smilie

Mein erster Weg war also erstmal unter die Dusche und es war wirklich nicht einfach, alle Sandkörner überall zu finden und zu entfernen. Sie waren wirklich überall.

Frisch und sauber guckte ich mir anschliessend die Anlage an. Sie machte einen sehr schönen Eindruck und hat auch einen eigenen Strand.


















Meine erste Fahrt nach dem Rundgang führte mich durch eine sehr luxuriöse Wohngegend, wo man aufgrund der zwei Meter hohen Zäune jedoch nicht wirklich viel sah. Schade eigentlich. Mein Weg brachte mich dann in Richtung Norden, auf die französische Seite.




Hier der zweite Strand den ich sah - ohne Flugzeuge. Total laaaaangweilig... Winken


























Sieht ja echt alles ganz nett aus hier.










In Norden der Insel gibt es einen weiteren Flughafen, wo jedoch nur kleinere Maschinen abfliegen. Diese hier zum Beispiel.










Im nord-osten der Insel findet man diesen recht schönen Strand.












St. Maarten ist teilweise ganz schön bergig und hinter diversen Kuppeln zeigen sich des öfteren ganz nette Aussichten.








Man ist auf Flugzeuginteressierte eingestellt.






Der Tag ging leider viel zu schnell zu Ende und es wurde noch vor 18 Uhr dunkel.








Auf meinem Weg zurück zum Hotel kam ich erneut am Maho Beach vorbei, los ist hier jedoch um diese Zeit nichts mehr.








Ich konnte mich nun auf meinem Zimmer breit machen und den Tag beim Abendessen ausklingen lassen...




Der nächste Tag wollte genutzt werden, ich hab das Hotel also noch vor 7 Uhr verlassen um mir die Insel weiter anzusehen.








Auf dem Plan stand der Besuch des Pic Paradis. Nein, das ist kein Grillimbiss, sondern der höchste Berg der Insel.

Hier ging es hoch und schon recht bald hatte ich beste Aussichten.








Das war die Strasse, die mich auf den Berg führte. Oder besser: der Weg. Zum Glück kam mir keiner entgegen, sonst wäre es wahrscheinlich ziemlich eng geworden.




Geschafft, ich bin oben angekommen.




Ein Schild zeigte auf diesen Weg zum Viewpoint.




Man musste tierisch aufpassen, diese kleinen Kollegen kreuzten einem ständig den Weg.




Netter Ausblick.






Ich wollte aber auch die andere Seite der Insel sehen und so ging ich weiter....






Ja, schon ganz gut. Aber es ging noch weiter....






Doch dann, plötzlich spürte ich einen ordentlichen Schmerz im Schulterbereich. Irgendetwas hat mich gestochen – durch das T-Shirt! Oh neeeeeeeee. Ich wusste nicht was es war, aber es war sofort ziemlich dick und tat weg. Ich brach meine „Safari“ also besser ab und fuhr sofort wieder dorthin, wo Menschen sind. Winken

Auf dem Weg nach unten hielt ich aber trotzdem ein paar Mal an und machte z.B. diese Bilder:




















Es tat zwar weh, aber ich wollte erstmal abwarten. Deswegen setze ich meine Tour normal fort.










Nettes Städtchen und netter Ausblick.












Ooops. Wo bin ich denn hier schon wieder? Hmm, der Maho Beach hat irgendwie eine magische Anziehungskraft.








Irgendwann war es dann an der Zeit meinen Wagen zurück zu bringen. Ich tankte ihn vor der Station direkt wieder für 8 USD voll (bin insgesamt 160 km gefahren) und gab den Wagen ab. Jimmy brachte mich genau mit diesem Wagen wieder zurück zum Flughafen, wo ich für meinen Weiterflug 2 Stunden und 15 Minuten vor Abflug eincheckte. Hmm.... noch ganz schön viel Zeit dachte ich und marschierte wieder los – zum Maho Beach. Winken

Der Strand ist nur 1,2 km vom Terminal entfernt und 8 Minuten später stand ich bereits an der Bar.Smilie




Heute waren ganz schön starke Wellen am Strand und „am Strand liegen“ war nicht möglich, da dieser bis zur Kante immer wieder überspült wurde.






Wäre ich im Terminal geblieben, hätte ich einiges verpasst, nämlich:














Ich würde sagen, mein Ausflug zu Fuss hat sich gelohnt. Schade nur dass ich heute nicht noch den ganzen Tag hier sein kann, es wurden nämlich gleich 2 Boeing 747 erwartet. Schade, Schade, Schade, aber ich werde sicherlich irgendwann noch einmal wiederkommen.

Wieder im Terminal angekommen, wurde die Insel Air schon wieder zurückgeschoben.




Ah, meine ATR72 aus SJU ist auch schon pünktlich gelandet.




Das Boarding zurück nach San Juan, Puerto Rico begann somit auch pünktlich.




Wie? Gar keiner am Zaun? Nur zwei die daran vorbeigehen?




Zeit den Abflug zu geniessen.












Der Flug zurück nach San Juan war ruhig und dauerte genau 50 Minuten. Eine der beiden Flugbegleiterinnen war schwanger und hatte schon eine recht ordentliche Kugel. Das hatte ich bislang bei noch keinem Flug gesehen. Smilie Trotzdem gab es kostenlos ein Erfrischungsgetränk und salziges zum Kauf.

Überflug über diverse kleine Inseln und Anflug aus SJU.










Mein nächstes Ziel war nun erreicht, hier auf Puerto Rico wollte ich weitere 24 Stunden bleiben. Den Bericht dazu gibt es schon sehr bald....

Fazit: SXM ist ein MUSS für jeden Flugzeugbegeisterten. Nicht nur Maho Beach, sondern auch der Rest der Insel sind äusserst sehenswert, ein längerer Urlaub lohnt sich also.

Vor der Reise hab ich gesagt, dass ich z.B. bei einem richtigen „Urlaub“ nicht an dem Strand liegen würde bzw. vielleicht nur einen Tag. Nun würde ich sagen, dass ich genauso wie viele andere auch, genau an dem Strand mein Handtuch legen würde. Es ist einfach immer was los und es kommt keine Langeweile auf – was mir bei 2 Stunden am Strand in der Sonne schmoren schon passiert.

Also, faul am Strand liegen, braun werden und keine Langeweile bekommen, das ist genau das was ich will. Smilie Schön auch, dass direkt 50m vom Strand ein grosser Supermarkt ist, indem man sich ständig mit kühlen Getränken versorgen kann (oder man nimmt seine Dame topless mit an die Bar). Winken)

SXM – ich komme wieder!

Stay tuned für den nächsten Bericht aus Puerto Rico.

Nachtrag:

Ich habs jetzt geschafft ein paar Videos von den Landungen / Starts aus SXM hochzuladen:

Jetblue A320 von rechts (Barseite)
http://www.youtube.com/watch?v=JEoGKYWjBXM

American 757 von unten (am Strand)
http://www.youtube.com/watch?v=qmL1XQYKqhw

Delta 757 Landung von links
http://www.youtube.com/watch?v=4rx7UWV_gKs

Delta 757 Start
http://www.youtube.com/watch?v=SN2c3KeKckY
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Tags
Foto, Reise, Strand, Urlaub, USA



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