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Anlauf 3: mit der 787 per Nordroute nach Tokio / Japan



 
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dennis
Administrator



Anmeldungsdatum: 29.05.2007
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 21.11.2013, 22:30    Titel: Anlauf 3: mit der 787 per Nordroute nach Tokio / Japan Antworten mit Zitat

Moin Moin und Willkommen zu meinem Tripreport nach Japan.

YES, ich habe es endlich geschafft und bin in Japan gewesen.

Zuvor hatte ich bereits zwei Mal einen Trip nach Tokio gebucht und beide Male musste ich meine Flüge aus Zeitgründen verfallen lassen. Einmal sollte es mit Aeroflot via Moskau nach Tokio gehen und einmal war die Alitalia via Rom gebucht. Beide Maschinen starteten jedoch ohne mich...

Aber naja, diese Route war sowieso viel spannender, aber wahrscheinlich findet das nicht jeder so:

Hamburg-Budapest-Helsinki-Tokio-Helsinki-Kopenhagen-Berlin mit 4U/AY/JL/SK.

Zunächst ging es in der Heimat am HAM los. Den Flug nach Budapest hatte ich über Lufthansa gebucht, der später zu einem Flug der Germanwings geworden ist, aber am Ende von der Eurowings durchgeführt wurde.






Durch die Umstellung von von LH auf 4U gab es den Smart-Tarif und auch etwas "Verpflegung".




Hier der Flughafen Hannover, auf dem ich am Tage zuvor noch nach heftigen Turbolenzen und zwei fehlgeschlagenen Anflügen auf HAM (MUC-HAM mit AB) zwischengelandet bin:




Der Flug nach Budapest war nur 1,5 h kurz und schon überflogen wir die ungarische Stadt.




Angekommen, nahmen wir den Bus zur Metrostation und dann per Metro ins Hotel, das übrigens gar nicht schlecht war.








Natürlich ging es am Abend noch in die Stadt zum essen und Bier trinken. Wenn man schonmal in BUD ist...

Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Bus und der Metro wieder zum Flughafen. Hier der Ausblick aus unserem Zimmerfenster:




Nach Helsinki ging es nun mit AY, der A320 OH-LXL. Mein Erstflug mit Finnair.








In Helsinki war nun etwas Zeit für das kostenlose WLAN, aber spannend ist es im Flughafen sonst nicht wirklich. Die Boeing 787-800 von Japan Airlines wartete aber bereits früh am Gate.




Ich saß auf 23A, also fast direkt hinter der Business, das war dort ein sehr freies Gefühl, nichts gedrängt und sehr angenehm.

JL fliegt die 787 mit nur 186 Sitzen, davon 42 in der Business und 144 in der Eco. Das ganze ist dann in einer 2-4-2 Konfiguration. Zum Vergleich: Norwegian quetscht mit einer 3-3-3 Konfiguration und 291 Sitzen stolze 105 Paxe mehr in die Maschine.








Erstmal ein japanisches Bierchen. Diese Sorte stellte sich nach 15 Sorten Bier am Ende übrigens als das leckerste heraus.








Die Fenster in der 787 sind riesig und endlich kann ich bei meiner Größe auch vernünftig raus gucken, nicht wie bei einer 737 nur mit geneigtem Kopf.

Außerdem gibt es keine normalen Windowblindes mehr, die Scheibe lässt sich automatisch auf Knopfdruck abdunkeln, aber leider nicht auf total schwarz.










Der Flug war echt klasse. Super Service, tolles IFE, total ruhig und auch noch 1 Stunde vor der geplanten Zeit in NRT. Dank starkem Rückenwind betrug die Flugzeit nämlich nur 8:30 Stunden durch die Nacht.

Die Einreise ging fix und nun hieß es erst mal zurecht kommen. Am Flughafen wird glücklicherweise gut Englisch gesprochen, sodass wir uns durchfragen konnten. War trotzdem nicht ganz einfach mit all den Schriftzeichen, hat am Ende aber doch ganz gut geklappt.

Von NRT in die Stadt zu fahren ist leider nicht ganz billig und auch wirklich schnell ist kein Weg. Zumindest nicht, wenn man in der Nähe von Shinjuku oder Shibuja sein Hotel haben möchte. Wir entscheiden uns daher für die Metro mit nur einmal umsteigen. Zunächst fuhren wir von Terminal 2 aus mit der Keisei Linie für 780 Yen nach Motoyawata. Von dort stiegen wir dann für 480 Yen in die Shinjuku Linie, die uns direkt nach Hatagaya zu unserem Hotel brachte. Alles im allem waren wir dadurch 1 Stunde und 50 Minuten unterwegs.

Es war dank der frühen Ankunft jetzt erst Mittag und da wir noch nicht ins Zimmer konnten, ging es bei bestem Wetter sofort in die Stadt.










Ziel: das Rathaus von Shinjuku, den hier kann man die Stadt, von den beiden Towern aus, kostenlos von oben sehen.






















Heute war der 31.10., also Helloween. Die Japaner, zumindest die jungen Mädels, stehen drauf und verkleiden sich wild. Wir haben uns das Spektakel in Shibuja angesehen und waren mit unserer Verkleidung "stinknormaler Europäer" beliebtes Fotoobjekt.
































Das war zwar ein echt langer Tag, aber er auch wirklich lustig.

Trotzdem hieß es am Morgen wieder aufstehen und ab in die Stadt, bzw. erst mal nach Shibuja.








In Tokio darf auf der Straße nicht geraucht werden, deswegen gibt es extra Raucher-Bereiche. In den Restaurants und Clubs hingegen ist rauchen meist erlaubt.
































Alle Essen sind als Plastikmodelle vor den Restaurants ausgestellt. Das erleichtert zwar die Auswahl, aber trotzdem weiß man sehr oft nicht was das überhaupt ist. Daher ist Essen gehen nichts für nicht experimentierfreudige.










Außerdem stehen Japaner auf Automaten aller Art ... und bunten Kitsch ohne Ende.




















So sollte man sein Rad nicht abschließen:




















Na das ist mal ein Kinderwagen...




Hier ist nun Roppongi, wo wir auch im Hard Rock Café Tokiyo stoppten.






Zu wenig Platz zum wenden? Dann wird das Auto eben gedreht.






So funktioniert die Metro: Vor der Fahrt kauft man sich am Automaten eine Fahrkarte, die man bei Zutritt durch die Schleuse zieht und bei der Ankunft ebenfalls durch die Schleuse ziehen muss. Am besten weiß man auch vorher schon was die Fahrt kostet, denn wenn man zu wenig bezahlt hat, kommt man aus der Station nicht raus und muss nachzahlen. Das ist nicht sonderlich schlimm, denn es gibt an jedem Ausgang einen fare adjustment Automaten, an dem man nachzahlen kann. Blöd nur, dass es immer sehr voll ist und man den laufenden Menschenfluss dadurch kurz stoppt.

Eine Hilfestellung für den richtigen Fahrpreis findet man in vielen Stationen. Trotzdem ist es etwas tricky und man sollte den Metroplan immer in normalen Buchstaben und in Schriftzeichen dabei haben, denn das vereinfacht die Suche erheblich. Man kann auch z. B. eine Karte bis zur nächsten Station kaufen und bis zum Ende der Linie durchfahren. Wenn man aussteigt zahlt man nach, bleibt man sitzen und fährt zu der gelösten Station zurück, ist alles ok und man kann die Station ohne Zuzahlung verlassen. Das ist besonders bei der Ringlinie JR Yamanote und der Yurikamone Linie praktisch, denn diese beiden Linien sollte man für eine Sightseeingtour mindestens einmal genutzt haben (Zeitaufwand ist jeweils 1 Stunde).






Am folgenden Tag ging es nach Akihabara, der Technikhochburg von Tokio. Die Japaner stehen neben den beschriebenen Dingen auch auf Spiele und Figuren oder Puppen jeglicher Art. Heute war hier Tamashii Nation 2013 und hunderte meist junge Japaner warteten vor einer Halle um mit großen Tüten, voll mit Zeug, wieder raus zu kommen.














Eine Marlboro Roucherlounge...:








Von der Lautstärke in diesen Spielhallen tun mir jetzt noch die Ohren weh.






Nun ging es in das größte Elektronik Kaufhaus der Welt - ins Yodobashi-Akiba. Ich sag nur: Wahnsinn. Eine völlige Reizüberflutung, total voll mit Menschen, Waren, Schildern, blink-blink und Musik. Nach 15 Minuten will man gerne Oropax haben oder einfach mal kurz raus...




Hier das Gegenteil davon...


























Ziel heute Abend: die Ginza Lion Bierhall - eine auf Deutsch und Bayern gemachte "Halle" mit deutscher Musik etc. Ganz nett.... 800ml Bier kosten 1050 Yen, knapp 8 Euro.








XXX Burger King. Burger.

Na, was ist das? Der Ninja Burger bei Burger King.











Der Abend in Shibusa war sehr nett und wir feierten mit ein paar Japanern und Europäern lang in die Nacht hinein - bis uns das Taxi nach Hause brachte. Blöd nur, dass wir durch den netten Abend nicht mehr ganz so viel vom nächsten Tag hatten.
…......

Getreu dem Motto "wer feiern kann kann auch Sightseeing machen" - starteten wir letztendlich aber doch im Ginza-Park mit unserer Tour. Naja, leicht verspätet....




















Hungrige Kois und Enten:
















In Tokio gibt es zwar auch einige Ketten, aber auch sehr viele kleine individuelle Läden, die krims-krams, Klamotten und alles mögliche verkaufen. Ich mag das, denn so gibt es nicht in jeder Stadt und überall das gleiche. Dieser Laden z.B. verkauft nichts anderes als Aufkleber.








Am Abend ging es dann nochmal auf das Rathaus von Shinjuku.








Am nächsten Tag ging es zum Fischmarkt. Leider war ein Feiertag und er hatte zu bzw. war sehr wenig los. Grrrr.






































Deutsches Bier ist in Japan wie beschrieben beliebt, hier nun das "Franziskaner".








Nun auf dem Weg zum Kaiserpalast... und vorbei an einer Demo gegen nukleare Energie.


































Das ist der Hauptbahnhof von Tokio (Tokio Station):














Zwei Züge der JR Jamanote Line:






Zur Erinnerung: Rauchverbot.














In den Straßen von Shibuja läuft die ganze Zeit Musik -allerdings nur ein Lied. Auf und ab, jeden Tag. Am Anfang ist es noch lustig, aber irgendwann fängt es ziemlich an zu nerven.

Hier eine Sushi Bar in der man sein Essen über Tablets selbst bestellt.










Jetzt sind wir am vorletzten Tag angekommen und es standen einige Dinge auf dem Plan.

Zuerst ging es über Ueno zum Asakusa-Kannon-Tempel....


































...und dann auf eine kleine Bootstour von Asakusa zum Hamarikyu Garten.














Ein Beispiel dafür wie klein die Wohnungen, oder besser Zimmer, in Japan sind. Das ist kein Hotel, das sind Wohnungen!
















Hier kommen wir am Fischmarkt vorbei, bevor die 35-minütige Fahrt dann im Garten endete.










































Jetzt fahren wir mit der Yurikamome Line. Das haben wir zuvor zwar schon getan, aber bedingt durch das gute Wetter, musste es heute noch einmal sein.






















Über die Brücke geht die Fahrt durch einen "Drahttunnel". Da ich auf der Hintour schon Menschen auf der Brücke sah, wusste ich was nach der Fahrt ansteht.




























In der Nähe der Brücke kann man aus der Linie aussteigen und ist in wenigen Gehminuten dort. An der Brücke angekommen nimmt man einfach den kostenlosen Fahrstuhl nach oben. Achtung: kommt der Wind von Süden stinkt es sehr nach Abgasen und ist ziemlich windig.

Aber die Aussicht ist genial!







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An den zahlreichen Automaten bekommt man neben gekühlten Getränken auch heiße wie Kaffee in Dosen oder Tee. Man erkennt kalte und warme Getränke an der blauen oder roten Linie. Übrigens, einen Automaten mit gebrauchten Schlüppern von Damen (so soll es zumindest sein) haben wir auch gesehen. Wer's mag...

Hier mal lieber heißer Tee:




Jetzt wollten wir uns noch die Sumo Hall ansehen, nur leider war sie heute zu. Die nächsten Tourniere fangen erst in einer Woche wieder an.









In dieser Telefonzelle gibt es ISDN.




Am Abend ging es dann nochmal zum Asakusa-Kannon-Tempel.












In der Tokioter Metro ist es gewöhnlich sehr leise. Auch wenn die Züge in der Rush Hour mehr als voll sind, redet kaum einer. Telefonieren ist nicht gern gesehen und in der Nähe von priority seats (am Anfang/Ende eines Wagens und für Schwangerer, Ältere etc. gedacht) muss man sein Handy sogar ausschalten. Statt zu telefonieren oder zu reden, surfen dafür nahezu alle im Internet. Lustig wenn man gegenüber 8 Leute sitzen hat die allesamt auf ihr (fast immer) iPhone gucken.

Es geht im übrigen auch sehr gesittet zu. Alle stellen sich brav an, keine drängelt und wenn die Bahn voll ist, wartet man in einer Reihe auf den nächsten Zug. Auf Rolltreppen steht man ausnahmslos links und geht rechts. Das Prinzip, auch wenn es bei uns ja anders herum ist, verstehen in Deutschland ja leider nur recht wenige...

Zudem trägt man gerne schwarz.








Motoyawata Station am Abreisetag und Narita.














Nach 1:45 Stunden Fahrzeit kommen wir am Flughafen an. Schade, wir wären gerne noch ein paar Tage geblieben.




Die knapp über 3 Monate junge JA832J, die darauf wartet, mich gleich wieder zurück nach HEL zu fliegen:








Tschüss Tokio. Wir sehen uns wieder!






Zu guter Letzt konnte ich nach dem Abflug noch den Mount Fuji sehen:






Der Rückflug nach HEL war wieder sehr sehr angenehm und der Service spitze. Ich muss echt sagen: JAL fliegen macht wirklich Spass! Hinzu kam natürlich auch, dass wir in der Summe nur 100 Paxe waren.








Von HEL ging es dann mit der ex Spanair 717 nach CPH und von dort im A321 nach Berlin. Blue1 und SK haben mir allerdings nicht wirklich gefallen, da hätte ich mehr erwartet.



Tja, so schnell kann ein absolut genialer Trip schon wieder vorbei sein. Aber: in Tokio war ich mit Sicherheit nicht das letzte Mal!
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Berlin, Reise



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